Klimatische Veränderungen führen ohne Zweifel zu Veränderungen in der Vegetation und damit auch dessen, was bei uns auf den Tisch kommt. Wir müssen uns darauf einstellen, dass die Nahrungsmittelversorgung in Zukunft schwieriger wird. Dies mag einen industriellen, maximal effizienten Industriebauern gerade nicht sehr kümmern, mich aber schon.

Eine Forschungsarbeit (Wang et. al., 2016) sagt einen Einbruch von Reis, Weizen und Mais in China bis zum Ende des Jahrhunderts um 36.25%, 18.26%, and 45.10% voraus. Naresh Kumar et al. (2014) schreibt in seiner Arbeit von 6-23% und 15-25% weniger Weizen Ernte in Indien in den Jahren 2050 und 2080.

Was bedeutet das nun für unseren Gemüsegarten? Was bedeutet das für unser Heu und unseren Weizen, Dinkel und Roggen? Was bedeutet dies für das Nahrungsangebot im Supermarkt? Der Eigenanbau wird wohl schwieriger, es wird häufiger Missernten geben und selbstverständlich wird Nahrung durch diese Knappheit teurer werden. Vielleicht so teuer, dass es Menschen geben wird, die sich diese Nahrung nicht mehr kaufen werden können. Sicher wird es dann auch billigste Kalorien im Supermarkt zu kaufen geben. Aber ich wünsche nicht, dass ich diese “Nahrung” jemals essen muss.

Was schließe ich aus diesen Gedanken? Ich denke, wer heute damit beginnt, sich zumindest teilweise unabhängig zu machen von großen Verteilungstrukturen wie Supermärkte, und stattdessen Nahrungsmittel mit Hilfe von CSAs (Community Supported Agriculture), SoLaWis (Solidarische Landwirtschaft) oder aus dem eigenen Garten bezieht, hat einen kleinen Schritt in Richtung Resilienz (Widerstandsfähigkeit) gemacht. Wie lange wir unsere Nahrung mit unseren eigenen Händen auf echter Erde anbauen können, weiß niemand. Eines ist jedoch sicher: Was wir selbst in der Hand haben, kann man uns nicht so schnell nehmen!

Steffen im Vordergrund und ein Schwein beim Mittagsschlaf.
Kategorien: Jürgens Blog

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